Gegenleistung des Lizenznehmers

Die Gegenleistung des Lizenznehmers kann ein Pauschalbetrag oder eine prozentuale Beteiligung an dem durch das lizenzierte Produkt erzeugten Umsatz sein. Es ist auch möglich, eine Mischform; also einen Pauschalbetrag und eine Umsatzbeteiligung, zu vereinbaren. Tatsächlich wird in der Praxis zumeist eine Mischform gewählt.

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PAUSCHALABGELTUNG

Eine pauschale Abgeltung (lumpsum payment) kann sich für beide Parteien vorteilhaft oder nachteilig auswirken. Ist der Umsatz höher als erwartet, ergibt sich ein Vorteil für den Lizenznehmer. Fällt der Umsatz geringer als geplant aus, wirkt sich dies vorteilhaft für den Lizenzgeber aus.

Eine pauschale Abgeltung kann daher unkalkulierbare Risiken für beide Parteien haben. Trotzdem ist eine pauschale Abgeltung in der Praxis sehr beliebt.

Die Pauschalabgeltung wird zumeist mehr von der Patentlage her errechnet als von der wirtschaftlichen Bedeutung.

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UMSATZLIZENZGEBÜHR

Nachteilig bei der Berechnung der Lizenzgebühr nach dem Umsatz bzw. den verkauften Stückzahlen, ist die aufwändige Berechnung. Zudem möchte der Lizenzgeber natürlich nicht, dass der Lizenznehmer Einblick in seine Bücher nimmt. Hat der Lizenzgeber daher Zweifel an den Berechnungen seines Lizenznehmers, ist ein Wirstchaftsprüfer mit der Kontrolle zu beauftragen.

Außerdem ist ein Lizenzsatz zu bestimmen. Üblicherweise bewegt sich der Lizenzsatz zwischen 2% und 10%.

In der Praxis wird oft ein degressiver Lizenzsatz vereinbart. Beispielsweise für die ersten 1000 verkauften Einheiten ein Lizenzsatz von 5% und für die nächsten 1000 Einheiten ein Lizenzsatz von 3%, etc.

Es ist auch üblich einen mit der Zeit fallenden Lizenzsatz zu vereinbaren. Beispielsweise 5% im ersten Jahr und 4% in den restlichen Jahren.